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Spätbarocke Blütezeit


Nachdem die Hauptstruktur der Anlage mit den Terrassen im 17. Jahrhundert geschaffen war, gestaltete August Ernst Carl von Grone (1694-1765) die Hofanlage, wie sie sich uns heute in ihrer Symmetrie darstellt. Gleichzeitig ließ er im Garten das Engelstor, ein großeres Fontänebecken und ein achteckiges hölzernes Lusthäuschen bauen. Ähnlich wie in Wendhausen war der Garten mit zahlreichen Hecken und Alleen angelegt und mit den im 17. Jahrhundert als Modeerscheinung aufgekommenen Frantzbäumen (Zwergobst) versehen.

Als Planunterlage ist ein Feldriss im Zuge der allgemeinenLandesvermessung von 1761 durch Georg Christian Geitel vorhanden. Der Plan zeigt deutlich die Symmetrie und axiale Ausrichtung des Parks und das Rondeel der dortigen Brunnenanlage sowie an der Grenze zum Garten das alte Herrenhaus mit südwestlich gelegener Brauerei.

Diese erste Blüte des Gartens währte bis 1742. Im Jahre 1755 ging A. E. C. von Grone in Konkurs. Die Bauwerke und der Garten litten unter der nachlässigen Pflege der folgenden Pächter und dem siebenjährigen Krieg.

Im Jahre 1770 gelang es dem Neffen Carl Rudolph von Grone, die hinterlassenen Schulden zu tilgen und die Erbschaft anzunehmen. Da auch er keine Nachkommen hatte, trat 1801 sein Neffe Friedrich August von Grone des Erbe an. 1816 wurde unter seiner Regie das baufällige Herrenhaus abgerissen. Es entstand der Garten auf der oberen Terrasse.