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Zwischen 1900 und 1930

 

1912

Die alte Pfarrscheune wird abgerissen und an ihrer Stelle das Haus gebaut, das später zum Kindergarten wurde. Das kernige Eichenholz und die noch gut erhaltenen Dachsteine wurden beim Neubau wiederverwertet.

 

1913 

Einweihung des Neubaus

 

ca. 1915
/
1916

Aus den Erinnerungen von Frau Bleckmann im Jahr 1966

Frau Bleckmann erinnert sich an ein vergilbtes Foto, das etwa 50 Jahre alt ist und auch ihre beiden Töchter bei munteren Kreisspielen im Pfarrgarten zeigt. Ein halbes Jahrhundert liebevolle und verantwortungsbewusste Betreuung der Kleinsten in Kirchbrak - diese Tatsache ist schon einmal des Nachdenkens wert.

Frau Bleckmann plauderte gern "aus der Schule" und erinnerte sich an einen freien Rasenplatz in der Nähe des Gotteshauses mit einem Holzschauer, der den Kindern bei Regen als Unterschlupf diente. Damals war die "Kindergartenarbeit" noch nicht organisiert, eine adlige Dame betreute die Jungen und Mädchen, die sich ihrer Obhut anvertrauten, unentgeltlich. Ein Heim für den Winter oder schlechtes Wetter war noch nicht vorhanden. Später nahm sich die Tochter des Lehrers Wildhagen, die sich dann auch dem Kindergärtnerinnen-Beruf verschrieb, der Kleinsten an und versammelte sie regelmäßig im Pfarrgarten um sich. Das sich die nach "Urvätersitte" behosten Jungen und a´la mode 1912 gekleideten Mädchen - heute dürften sie wohl etwas bequemer umherhüpfen- durchaus wohlfühlten, kann man ihren lachenden Gesichtern entnehmen.

Viele Kirchbraker Mütter waren dankbar, wenn sie ihre Geister für einige Stunden gut untergebracht wussten, da sie - zumal während des 1. Weltkrieges und in den folgenden schweren Zeiten - tüchtig mit anpacken mussten, um die Familie besser durchzubringen. Gern blickten sie auf ihren Einkaufswegen auch einmal über den Zaun und lauschten den frohen Kinderliedern, die Tante Elisabeth auf einer Ziehharmonika begleitete.
Frau Bleckmann erinnert sich, dass diese segensreiche Arbeit dann wieder "einging".