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Heft 27: Kapitel 14
Postagentur in Kirchbrak, 1882


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Infolge einer früheren mündlichen Verabredung wurde 1884 ein Pacht-Prolongationsvertrag abgeschlossen. Danach wurde die Pacht um weitere 1o Jahre bis 1894 verlängert.

Für die Geschichte der Post in Kirchbrak ist darin der Paragraph 2, der besagt, daß der Herr v. Grone auf seine eigenen Kosten im unteren Stockwerke noch eine heizbare Stube und Kammer hat herstellen lassen, wodurch es dem Pächter Sünnemann ermöglicht worden ist, in dem Gebäude eine Postagentur und Telegraphenstation übernehmen zu können. Nach Aussage des Braunschweigischen Staatshandbuches wurde 1882 von Friedrich Sünnemann eine Postagentur in Kirchbrak eingerichtet. Auch nach Ende der Pachtzeit 1894 wurde die Post von Friedrich Sünnemann in dem neuen Sünnemannschen Haus Nr.ass. 65, jetzt Kirchweg Nr. 1 und dann von Paul Schepelmann bis 1959 wei tergeführt.

1873 wurde die neue Währung: 1 Reichstaler = 1oo Pfennig eingeführt. Die Umstellung auf die neue Währung dauerte oft noch einige Zeit. Während Friedrich Sünnemann schon seine Rechnung in der neuen Währung ausschrieb, brauchte der Tischler Keunecke noch die alte Währung mit Talern, Silbergroschen und Pfennigen (ein Taler = 3o Silbergroschen = 3oo Pfennig.)

Bereits Sünnemann bewirtschaftete neben dem Ausschank auch noch einen kleinen Laden für Lebensmittel und Artikel für den häuslichen Gebrauch, den der folgende Pächter Wilhelm Meyer auch übernahm und weiterführte.