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Heft 27: Kapitel 6
Der Tod des Joh. Christoph Heipke


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Text im Kirchenbuch VI, Seite 554: "19.Juni:

"Mittags zwischen 1 und 2 Uhr ist der hiesige Krüger in Kirchbrak Johann Christoph Heipke unglücklicher und unvorsichtiger Weise erschoßen und den 21. ejusdem des Morgens in der Stille beerdiget.

Er hatte eine alte verrostete Büchse laden und sie nach einer kleinen selbst gemachten Scheibe probieren wollen. Unglücklicher und unbedachtsamer Weise geht aber das alte Gewehr loß, und die Kugel, womit es geladen, geht sogleich durch das Herz hindurch und unter dem rechten Arm wieder heraus.

Dieser unglückliche Schuß wirft auch sogleich den erblaßten ohne die geringste Empfindung rücklings über, und er war auch so gleich völlig tot.

Es wurde dieser unglückliche Vorfall, so bald er geschehen, an Fürstl. Amt gemeldet und noch des nemlichen Tages des Abends von Herrn Justizamtmann Rudolphi gerichtlich und des anderen Morgens früh von dem Herrn Landphysikus Apfel und einem Chirurgus physikalisch und medizinisch untersucht.

Der erblaßte hat 44 Jahr gelebt, und seine hinterlassene Witwe nebst 5 Kindern sind noch sämtlich am Leben.