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Heft 27: Kapitel 3
Der Tuchtfelder Ziegenkrieg


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Um diese Zeit hat sich eine aufschlußreiche Episode abgespielt, in der der Krug in Besitz des Schatzrats eine wesentliche Rolle spielte.

Der Schatzrat hatte einige Tuchtfelder Ziegen, die unerlaubterweise auf dem Tuchtberge geweidet hatten, pfänden lassen und in den Pfänderstall (im seinem Krug) eingesperrt. Daraufhin hatten die Ziegenbesitzer die Wand des Pfänderstalls durchbrochen und die Ziegen wieder herausgeholt. Das ließ der Schatzrat sich nicht gefallen. Die Einbrecher mußten die Ziegen wieder zurückbringen, den angerichteten Schaden und eine gehörige Portion Schnaps bezahlen und versprechen, die Ziegen abzuschaffen. (Ziegen richten erheblichen Schaden durch Fraß- am Baumnachwuchs an.)

In dem Bericht heißt es: "in meinem Krug" und "den Krüger und den bei sich einhabenden Cordt Waßman". Daraus läßt sich entnehmen, daß 1688 Cordt Waßman der Pächter des Hofes war und daß es einen Krüger, nämlich Hans Heinrich Jordans gab.

Betreffs Krasseberq. 146o war Henrik Crassebergk Gohgreve in der Herrschaft Homburg. Er beglaubigte den Kaufkontrakt der Metteke v. Bockhagen mit den Haken in Bodenwerder. Ein Zusammenhang mit den Kirchbraker Krasseberg ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.