Startseite   Home   Chronik   Gelbe Hefte   zurück
 

Heft 19: Kapitel 16
Eine Kuh wird besprochen


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Karl Keese kam mal zu mir herauf und sagte: "Du mußt mal runter kommen, meine Kuh frißt seit drei Tagen nicht. Sie rührt garnichts an." "Ich komme," sagte ich und kam gleich hinterdurch. "Karl, du mußt mir mal was holen. "Er sollte nämlich nicht den Spruch hören. Und wie er wiederkam, sagte ich: "Nun brauche ich nichts mehr. Es ist alles wieder in Ordnung."

Am andern Morgen kam Karl die Straße rauf und rief: "Die Kuh, die frißt wie verrückt!" Als er nämlich weg war, habe ich die Kuh übern Rücken gestrichen und dabei dreimal den Spruch gesagt:

"Diu Hahnenbeist, diu hest dek verfangen innerlich und äußerlich. So wahr wie Jesus Christus an dem Kreuze hanget, sollst du wieder erlöset sein im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!"

Und die Kuh hat wieder gefressen.