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Heft 16: Kapitel 8
Von Irrungen und Gebrechen an vorbeschriebener Grenze


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Auszüge aus der Beschreibung des Amts Wickensen um 158o Sign. Wolfenbüttel 19 Alt 215 (Kirchbrak und Umgebung betreffend)

"Von Irrungen und Gebrechen an vorbeschriebener Grenze weiter grenzt, (das Amt Wickensen) von den Linden zu Osteressen (wüst) nach Amelungsborn und fortan nach dem Paalstein die Egge (Kamm) des Voglers entlang bis an das Maßtor vor Bodenwerder, die Herrschaft mit dem Gericht Everstein, und ist der Grenze halber zwischen beiden Gerichten auch kein Zank, allein daß eine Zeitlang darum ein Mißverstand gewesen, daß die Homburgische Schnede (Grenze) zum Bierbaumtal in der Landwehr bis in das Wasser geht und also die Feldmark zu Rene (wüst) und Bierbaum (wüst) mit in sich begreifen sollte, deren Hoheit doch nach Everstein gehörig. Auch die beiden Dörfer Rene und Bierbaum, als sie noch in esse waren (bestanden), nach Everstein gehöret und daselbst zu Gericht gegangen sind und noch jetzt die Hoheit in solcher Feldmark bis an das Sielhoel (?) und dem Maßtor nach der Forst vorhe(ge)dingt wird, wie wohl die zu Bodenwerder dieselben gerne vermeintlich intrigieren (brechen) wollen. Letztlich wollen auch die von Bodenwerder die Hoheit vor der Stadt und bis auf das dritte Joch der Brücke gerne streitig machen, geben vor, daß solches sei innerhalb ihrer Landwehr und Schlagd (?) gelegen. Daüber komme ihrem gnädigen Fürsten und Herrn Herzog Erich und ihnen die Hoheit zu, welche ihnen mit nichten gestanden wird.