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Heft 16: Kapitel 7/3
Kirchbrak um 1580


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Lüdicke Grotekop (Ao 1621 besitzt dies Gut Joachim Grone) hat einen Hof von den von Grone und nichts dabei, gibt davon Hofzins 1 Groschen 2 Pfennig, 4 Hühner, 80 Eier. Er hat vorher von der Pastorei etliche Morgen Land gehabt, die sind ihm vor Jahren wieder genommen. (Hof ass.Nr.fraglich, siehe 1545 bei Hans Groinekoip)

Jorden Hoxerman hat eine Mühle mit 1 Grinth und 6 Mogen Land hägersches Erbgut, gibt davon jährliches den von Grone Urkunde ein Pfund Geld, mahlet den Junkern ihr Korn frei und dienet ihnen wöchentlich einen Tag mit der Karre, was er damit in einem Tage ein- und ausführen kann. Noch hat er eine Hufe Land von Curdt Reinbrecht zum Bodenwerder, ist Frenkisch Lehen, gibt ihm davon zwei Scheffel 4 Himpten Roggen und drei Scheffel Hafer. Auch muß er den Kötherdienst tun und den Burgfest nach Wickensen verrichten wie
die anderen Köther in der Niederen Börde. (Hof ass.Nr.4o/ Untere Mühle)

Spätere Eintragungen in Sig.19 Alt 216
Berent Mever Kirchhöfer
Simon Garsten Kirchhöfer
Hans Huxhagen Kirchhöfer
Diese haben nichts mehr als ihre Häuser.

Hans Becken hat einen Kothof dabei 6 Morgen Land, gibt den von Grone gleich anderen. Dem Amt gibt er Zins jährlich 6 Groschen.

 

 

 

Deutung nicht mehr gebräuchlicher Begriffe

Blutrune
Dumbschläge
der dritte Schorf
Scheffel
Sankt Michael
Schock
Niedere Börde
Obere Börde
Kirchhöfer
Pastorei
ein Pfund

= Verletzung mit Blut
= Schläge ohne Blut
= die dritte Garbe?
= 2 Himpten
= Schutzheiliger der Kirche
= 6o Stück
= ein Teil des Amts Wickensen
= der andere Teil des Amts W.
= Ansiedler um die Kirche mit wenig oder keinem Land.
= Kirche
= 24o Pfennig