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Heft 16: Kapitel 2/2
Kirchbrak um 1545 (Wolfenb. Sig. 19 Alt 214)


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Cordt Tappen hat einen Kothof von v.Grone, hat nichts dazu, gibt Hofzins den v.Grone 6 Kortlinge, 6 Hühner, 6 Stiegen Eier. Dienet den v. Grone jährlich 6 Tage mit der Hand, dienet m.g.H. jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest, (ass. Nr. 2 ?)

Hinrich Krasseberg hat einen Kothof von Cort Marsmeier in Bodenwerder, dazu 1 Hufe Land, ist das von Grone sämtlich Gut, und gedachter Marsmeier hat dasselbige sein Leben lang. Die Hufe hält 3o Morgen, gibt Marsmeier jährlich Roggen 5 Malter, Hafer 5 Malter, Hofzins demselben sechs Kortlinge 6 Hühner, 6 Stiegen Eier, und diese Hufe ist zehntfrei. Dienet m.g.H.jährlich 6 Tage und den Burgfest, alles mit der Hand und dienet Gottschalk von Grone 6 Tage jährlich. (158o:die Krassebergische, 1625 noch Jacob Krasseberg, 165o: kein Krasseberg, 1761 ass. Nr.fraglich)

Hermen Bodenhagen hat einen Kothof von Gottschalk von Grone, dazu nichts, gibt Hofzins 4 Kortlinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. jährlich mit der Hand sechs Tage und den Burgfest und dienet den Junkern jährlich 6 Tage mit der Hand. (1761 ist der Hof fraglich)

Hans Brandes hat einen Kothof von den von Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins jährl. 4 Kortiinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest und dienet seinen Junkern jährlich 6 Tage. (1761 ist der Hof fraglich)

Hans von Dolm hat einen Kothof, ist hägersch Erbgut, die von Grone sind die hägerischen Junker, hat dazu 9 Morgen Land, gibt den von Grone den Zehnten und als Urkunde einen Kortling jährlich. Hat noch 4 Morgen Land von den von Werder (?), ist ihr hägerisches Erbgut, Gottschalk von Grone ist der Hägerjunker. Dieselbigen 4 Morgen hat er pfandweise, und gibt den von Grone sämtlich den Zehnten. Dienet m.g.H. 6 Tage jährlich und den Burgfest, dienet den von Werder sechs Tage jährlich, (ass. Nr. lo/ Unterer Krug)

Bartold Ricken (spät.Randbem.: Hoppenbusch) hat einen Kothof von Gottschalk von Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins 8 Kortlinge, 8 Hühner, 8 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. 6 Tage jährlich mit der Hand und den Burgfest und dienet Gottschalk v.Grone 6 Tage jährlich. (1761 ist der Hof fraglich)

Hans Groinekoip hat einen Kothof von Gottschalk v.Grone, hat dazu nichts, gibt seinen Junkern Hofzins 4 Kortlinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Dienet m.g.H.jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest, dienet seinen Junkern mit der Hand jährlich 6 Tage, sonst nicht mehr. (wahrscheinlich der Hof Lüdigke Grotekop aus dem Register von 158o)

Gort Tappen seeliqer nachgelassene Witwe (spä t.Randbem.: Vit) hat einen Kothof von Gottschalk von Grone, hat nichts dazu, gibt dem Junker jährlich Hofzins 5 Kortlinge, 5 Hühner, 5 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. 6 Tage jährlich mit der Hand und den Burgfest, wenn es not ist. Dienet ihren Junkern jährlich 6 Tage mit der Hand.(äs s.Nr.2)

Hans Kerstens hat einen Kothof v.Gottschalk von Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins jährlich 4 Kortlinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest, dienet seinem Junker 6 Tage jährlich, (ass. Nr.8)

Hans Loes hat einen Kothof von Cordt Reinbrechts in Bodenwerder, ist C.Reinbrechts hägerisches Gut. Gottschalk von Grone ist der Hägerjunker. Dazu 9 Morgen Land, gibt Urkunde jährlich Gottschalk von Grone einen Kortling. Hofzins 3 Kortlinge, 3 Hühner, 3 Stiegen Eier. Dasselbe kriegt Reinbrecht. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest, wenn es not ist. Dienet seinen Junkern von Grone 6 Tage jährlich. (ass. Nr. 4)

Christoffer der Küster daselbst zu Brak, der kriegt jährlich von den Kaspelleuten 3 Malter Roggen und 6 Malter Hafer. Dazu bekommt er zu Weihnachten 15 Bratwürste und teilt mit dem Pfarrer zu Weihnachten den
Swaren von den Köthern und zu Ostern kriegt er etwa an die 4 Stiegen Pasche Eier und hat zu der Küsterei 3 Morgen Land, die von Grone sämtlich nehmen den Zehnten davon. Dafür der gedachte Küster dem Pfarrer und den Kaspelleuten Tag und Nacht, wenn es die Not erfordert, muß bereit sein. (Der Küster war auch zugleich Schulmeister und wohnte im Schulhaus ass.Nr.l6)

Jorden Moller und Hans von Dolm sind die Olderleute der Kirche zu Brak, die sprechen, daß die Kirche daselbst eine Hufe Land hat. Die haben die Männer unter sich geteilt und geben von jedem Morgen, der keinen Zehnten gibt, den vierten Himpten Korn. Auf der Diele nehmen die von Grone den Zehnten. (Erklärung nicht mehr gebräuchlicher Begriffe auf Seite 10.)