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Heft 16: Kapitel 2/1
Kirchbrak um 1545 (Wolfenb. Sig. 19 Alt 214)


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


"Kirchbrak, das gehört den von Grone, Lorenz und Gottschalk den Vettern. Aber mein gnädiger Herr hat darin das Hals- und Niedergericht, Bot und Verbot. Alles, was von Brüchen auf freier Straße geschieht, die kommen m.g.H. an das Haus Homburg zu. Aber die Brüche, die auf der Junkern umzäunten Höfen geschehen oder auf dem beackerten Lande, die kommen den von Grone zu.

Die von Kirchbrak dienen m. g . H . jährlich mit der Hand ein jeder 6 Tage und dazu den Burgfest, wenn das nötig ist. Die von Kirchbrak dienen auch ihren Junkern ein jeder jährlich mit der Hand. Die von Kirchbrak geben Landschatz m.g.H. jährlich. Wehrhaftige Männer und Knechte zu Kirchbrak sind (keine).

Herr Antonius Gronink, Pfarrer zu Kirchbrak hat daselbst die Pfarre, ist von dem Bischof von Minden damit belehnt. Hat dazu 1 Hufe Land, hält 26 Morgen Land. Diese Hufe Land gebraucht er und nimmt jährlich davon, wenn es wächst, dafür den Zehnten und teilt den dritten Haufen oder Garben. Dazu muß er Kirchbrak, Westerbrak, Breitenkamp, Buchhagen und Heinrichshagen, das sind seine Kaspelleute, verwahren und lehren, wenn das not und behuf ist. Dafür bekommt er jährlich zu den Vierzeiten einmal ungefähr ein Pfund Geld und ungefähr 15 Mettwürste und zu Weihnachten von jedem Kot her einen Swaren, den teilen der Küster und der Pfarrer. Dazu geben die Männer von Westerbrak dem Pfarrer jährlich 3 Malter Roggen und 3 Malt. Hafer, dafür muß er denselbigen wie von alters her um die 14 Tage eine misso und Gottesdienst halten. Noch kriegt der Pfarrer von den von Buchhagen jährlich 12 hannover. Kortlinge, dafür muß er alle Monat eine misso in der Kapelle halben. Noch kriegt der Pfarrer von den von Breitenkamp jährlich von vieren je 1 Himpten Roggen, 1 Himpten Hafer und von den andern 1 Himpten Hafer allein. Noch kriegt der Pfarrer von Heinrichshagen von etlichen Männern 1 Himpten Roggen und zu den Pfingsten 1 Himpten Hafer. (ass. Nr.17)

Kirchbrak, Köther und Handdienst
Jorden Möller hat eine Mühle, dieselbe hat einen Grinth. Ist sein hägerisches Erbgut, die v.Grone sämtlich sind die Hagerjunker, gibt denselben jährlich Urkunde ein Pfund Geld. Der Warenfall gehört denen von Grone. Das Mahlen gewährt Jorden denen von Grone frei und tut den Karrendienst den von Grone als er mit einem Pferd in der Karre kann weg- und einfahren. Hat zu der Mühle 4 Morgen hägerisches Gut, gibt davon keinen Zehnten. Noch hat er eine Hufe Land, hält 3o Morgen, von C.Reinbrecht, Bürger in Bodenwerder, ist sein Lehngut, geht von Herbert von Frenke zu Lehen. Gibt demselben jährlich 3 Malter Roggen und 3 Malter Hafer, wenn es wächst. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage und den Burgfest, wenn es nötig ist. (Untere Mühle)

Mönnichemeier (spätere Randbemerkung Jürgen Schmidt) hat einen Kothof von Gottschalk v. Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins sechs Kortlinge. sechs Hühner, sechs Stiegen Eier, dienet m.g.H. jährlich sechs Tage und den Burgfest und dienet seinen Junkern jährlich sechs Tage mit der Hand. (ass.Nr. fraglich)

Hans Arndes hat einen Kothof von Gottschalk und Lorenz von Grone sämtlich. Hat nichts dazu, gibt Hofzins denselben 12 Hühner, 12 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest und dienet seinen Junkern jährlich 6 Tage mit der Hand. (ass. Nr. 28)

Hinrich Godemann (spät. Randbemerkg . : Hinch Monich(emeier) hat einen Kothof von denen von Grone, hat nichts dazu. Gibt Hofzins denselben jährlich 4 Kortlinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Hat noch 1o Morgen Land von Gottschalk von Grone und 1 Vorling Wiesenland, ist sein hägerisches Erbe, gibt Urkunde Gottschalk von Grone 4 Kortlinge und den Zehnten vom Lande. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage und den Burgfest, wenn es nötig ist. Dienet Gottschalk von Grone 6 Tage jährlich mit der Hand. (ass. Nr. 2o)

Tilecke Noller hat einen Kothof von den von Grone, hat nichts dazu, gibt denselben Hofzins 6 Kortlinge, 6 Hühner, 6 Stiegen Eier. Hat noch 1o Morgen Land u. 1 Vorling Wiese, ist sein hägerisches Erbe. Lorenz von Grone ist der Hager Junker, gibt demselben jährlich Urkunde 4 Kortlinge, den Zehnten dazu vom Lande. Dienet m.g.H. jährlich mit der Hand 6 Tage und den Burgfest. Dienet den Junkern jährlich 6 Tage mit der Hand. (ass.Nr.l9)

Johan up dem Brinke (spätere Randbemerkung: Christoph Klunker) hat einen Kothof von den von Grone, hat nichts dazu, gibt Hofzins der Frau 5 Kortlinge, 5 Hühner, 5 Stiegen Eier. Dienet m.g.H. jährlich 6 Tage und den Burgfest. Dienet der Frau 6 Tage jährlich. (ass.Nr. 34)

Cordt Eisemans (spät.Randbem.:Florkensche) hat einen Kothof von den von Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins jährlich 3 Kortlinge, 3 Hühner, 3 Stiegen Eier. Dienet m.g.Herrn jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest. Dienet der Frau von Grone sechs Tage jährlich, (ass. Nr. 36)

Bernt von Dolm (spät.Randbem.: Oldermansche) hat einen Kothof von den von Grone, hat dazu nichts, gibt Hofzins 6 Kortlinge, 6 Hühner, 6 Stiegen Eier. Dienet m.g.Herrn jährlich 6 Tage mit der Hand und den Burgfest und den von Grone 6 Tage mit der Hand jährlich. (ass. Nr. 37)

Hans Monnichemeier (spät.Randbem.: Vieth) hat einen Kothof von den v.Grone sämtlich, hat nichts dazu, gibt denselben Hofzins 3 Kortlinge, 3 Hühner, 3 Stiegen Eier. Hat noch 15 Morgen Land, ist sein hägerisches Erbgut. Die von Grone sind die Hägerjunker, gibt denselben jährlich Urkunde 1 Kortling und den von Grone den Zehnten. Dienet m.g.H. jährlich mit der Hand sechs Tage und auch den Burgfest, wenn das nötig ist und dienet den von Grone 6 Tage jährlich, (ass. Nr. 21)

Hans Moller (spät.Randbemerkung: dies haben dieJunker) hat einen Kothof von den v.Grone dazu hat er kein Land, gibt denselben Hofzins 4 Kortlinge, 4 Hühner, 4 Stiegen Eier. Hat noch 1o Morgen Land, ist sein hägerisch Erbe, die von Grone sind die Hägerjunker und 1 Morgen Wiesenland, gibt den v.Grone den Zehnten von dem Lande, Urkunde vier Kortlinge. Dienet m.g.H. jährlich mit der Hand 6 Tage und den Burgfest, wenn das nötig und behuf ist, und dienet seinen Junkern jährlich 6 Tage mit der Hand.(äs s.Nr.7 ?)