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Heft 08: Kapitel 13
Die Grundschule Kirchberak sieht getrost in eine gesicherte Zukunft


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Nach der Pensionierung des Hauptlehrers Hölscher wurde Lehrer Schreiber kommisarisch mit der Leitung der Schule beauftragt. Die Lücke, die entstanden war, wurde durch den Lehrer Günter Adolph geschlossen. Da aber die Schule ab 1977 nur noch vier Schuljahre umfaßte, blieb Herr Adolph nur bis August 1977. Herr Schreiber wurde am 1.März 1977 zum Schulleiter ernannt. Bei dieser Besetzung Schreiber, Polzer, Frau Schreiber blieb es bis zum 31.7.1980, als Lehrer Schreiber in den Ruhestand versetzt wurde. In diesen Jahren wurden traditionsgemäß weiterhin Schulfeste gefeiert und Ausstellungen veranstaltet.

Der Kollege Schreiber unterrichtete zwar nun nicht mehr, setzte sich aber keinesfalls zur Ruhe. Unermüdlich widmet er sich weiter seiner geliebten Heimatkunde. Neben seinen schriftlichen Arbeiten wirkt er vor allem in der Volkshochschule mit zahlreichen Kursen und Vorträgen. Noch immer verbindet das gemeinsame Interesse die beiden Ruheständler, wobei allerdings von "Ruhestand" bei beiden kaum die Rede sein kann.

Damit war aber die Ära "Schreiber" an der Schule noch nicht beendet. Am 1.8.1980 wurde Friedrich Schreiber junior nach Kirchbrak versetzt. Hier hatte er vor Jahren sein Praktikum mit gutem Erfolg abgeleistet, und jetzt führte er mit seiner Mutter die Schreibersche Tradition weiter. Nun hatte er auch die Möglichkeit, seinen künstlerischen Neigungen nachzugehen. So gab er Pfingsten 1982 den Hobbykünstlern aus dem Kreis Holzminden Gelegenheit, mit ihren Ar­beiten an die Öffentlichkeit zu treten. Diese Ausstellung umfaßte alle Gebiete von der Malerei über bildliches Gestalten, über handwerkliches Können bis zum Basteln jeglicher Art. Umrahmt wurde die Ausstellung durch Lesungen aus mehr oder weniger dichterischen Werken (Mönkemeier/Stahle) und musikalische Darbietungen (Lämmerhirt/Linse).

Ebenfalls Pfingsten 1984 wurde auf allgemeinen Wunsch die gleiche Art Ausstellung wiederholt. Überraschend war die überaus rege Beteiligung von Ausstellern und Besuchern teils auch über den Kreis Holzminden hinaus. Diesmal wirkten Eva Maria Seidel/Holzminden (Gedichte und Prosa) und Studienrat Hedemann/Hameln (Gitarre) mit.

Im Februar 1981 wurde Frau Ingrid Polzer zur Schulleiterin ernannt.

Neben ihrer schulischen Arbeit, die sie mit gutem pädagogischen Geschick, dabei umsichtig und zielstrebig, ausführt, widmet sie ihre Arbeitskraft und Energie ihrer Tätigkeit im Roten Kreuz, dessen Vorsitzende sie wurde. Ihrer Leitung ist es zu verdanken, daß die Ortsgruppe an Mitgliedern zunahm, und daß verantwortungsbewußte Arbeit im Vordergrund steht. So wurden des öfteren die Kreiswettkämpfe des Jugendrotkreuzes in der Schule Kirchbrak durchgeführt. Die Organisation und die Durchführung dieser Kreiswettkämpfe lag lange Jahre in der Hand von Frau Hanna Schreiber, die von 1970 bis 1985 Kreisbeauftragte für das Jugendrotkreuz des Kreises Holzminden war, und die dann das Amt an Frau Schüler/Bodenwerder abgab.

Von August 1982 bis Juli 1983 war Lehrer Schwekendiek, und von August 1983 bis Februar 1985 Lehrer Nienstedt an der Schule tätig. Danach nahm Frau Petra Bönig ihren Dienst in Kirchbrak auf, den sie auch heute noch ausführt.

Ende Januar 1986 bot sich für Friedrich Schreiber junior die Gelegenheit, seine pädagogischen und organisatorischen  ähigkeiten besser zu verwirklichen. Er wurde nach Hehlen versetzt und wurde dort Schulleiter. Für ihn kam seine Frau Ellen Schreiber an die Schule Kirchbrak, wo sie noch heute die pädagogischen Fähigkeiten der Familie Schreiber unter Beweis stellt.

Frau Hanna Schreiber hörte im Juli 1989 nach fast 18jähriger Dienst­zeit an der Schule auf und widmet sich nun ganz ihren beiden Enkelkindern.

Mit den Lehrerinnen Ingrid Polzer, Ellen Schreiber und Petra Bönig ist nun der Unterricht ganz in weibliche Hände gelangt,  eine Entwicklung, die angesichts der Gegebenheiten der Unterstufe ihre Vorteile hat. Zum Bestand und der Daseinsberechtigung der Kirchbraker Schule ist  erfreulicherweise festzustellen, daß in der letzten Zeit die Geburtenziffern ansteigen und auch durch Zuzug aus der ehemaligen DDR die Anzahl der Einschulungen zunimmt. 

Nun ist es zum Schluß dieser Schulgeschichte der Wunsch des Verfassers, daß die Schule Kirchbrak, auch in Erinnerung an ihre geschichtliche Tradition, weiterhin zu Nutz und Segen der Einwohner Kirchbraks bestehen möge.