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Heft 02: Kapitel 8
Die Herren von Grone in Westerbrak


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Seit 1468 sind die Herren von Grone in Kirchbrak ansässig, wie ein Lehnsbrief der Grafen von Spiegelberg ausweist. Sie übernehmen damit die Lehen, die vor ihnen die Herren von Halle und von Brak innehatten.

Die Lehnsherrschaft ist 14o9 nach dem Erlöschen der Territorialherrschaften an die Herzöge von Braunschweig übergegangen. Herzog Heinrich Julius stellte dann 159o einen entsprechenden Lehnsbrief aus, in dem drei Hufen Land und ein Kothof mit drei Morgen Land in Westerbrak aufgeführt werden. Die Herren von Grone führen ihren Namen nach der Pfalz Grone bei Göttingen, die sie als kaiserliches Lehen hatten. Sie sind seit der Mitte des 13. Jahrhunderts dort in zusammenhängender Geschlechterfolge nachweisbar.

Westerbrak wird zunächst nur ein Vorwerk des Gutes in Kirchbrak gewesen sein, bis 1618 nach dem Tode des Heinrich von Grone das gesamte Gut unter seine drei Söhne aufgeteilt wird. So erhält Heinrich Albrecht von Grone die Besitzungen in Westerbrak.

Obwohl das Herzogliche Amt in Wickensen dagegen protestiert, wird es gegen 163o bereits Rittergut. Sicher hat die Heirat Heinrich Albrechts mit Elisabeth von Hinnigerode (1625) viel dazu beigetragen.

Laut Wickenser Erbregister hat sie 1623 und 1624 die zwei größten Ackerhöfe (Sander und Falke, s. Kapitel Kegelerhof) "an sich gebracht". Heinrich Albrecht ist auch der Erbauer des Gutshofes, der 1618 errichtet wurde.

Das alte Herrenhaus wird zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgerissen, da es durch Brand und Unwetter unbewohnbar geworden ist. Das jetzige Gutshaus ist das ehemalige Brauhaus, das unmittelbar neben dem alten Herrenhaus stand. Eine Ansichtsskizze aus dem Jahr 1776 im Gutsarchiv läßt Anlage, Aussehen und Verwendung der einzelnen Gebäude gut erkennen.