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Heft 02: Kapitel 7
Der Kegelerhof


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Die Grafen von Homburg sterben 14o9 aus. Der letzte Homburger vermacht in seinem Testament den Kegelerhof in Westerbrak den Nonnen im Kloster Kemnade. Aus den Einnahmen dieses Hofes sollen sie sich alljährlich zur Fastenzeit drei Tonnen Heringe kaufen. Dafür waren sie verpflichtet, jedes Jahr in der Kirche zu Kemnade zum Gedächtnis der Homburger Messen zu halten. In der Urkunde wird die Frau eines Hans Meyse genannt, die den Kegelerhof als Leibzucht hat.

Die Geschichte des Kegelerhofes läßt sich noch bis 165o verfolgen. Laut Eintragungen im Wickenser Erbregister hat 155o Heinrich Sander einen Ackerhof von dem Stift Kemnade, 158o derselbe einen Ackerhof vom Stift Kemnade, 1625 hat Elisabeth von Minnigerode diesen Hof vom Stift Kemnade mit der Randbemerkung: "hat diesen Hof 1624 an sich gebracht." 1651 steht im Erbregister der gleiche Text. Am Rande ist vermerkt: "Sanders Hof". Dieser Hof ist dann, wie noch zwei andere Ackerhöfe, wüst geworden; die Ländereien gehören heute zum Rittergut von Grone.

Noch jetzt erinnert der Forstort Sanderholz an den alten Kegelerhof.