Startseite   Home   Chronik   Gelbe Hefte   zurück
 

Heft 02: Kapitel 6
Unter der Herrschaft der Eversteiner und Homburger


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Über 3oo Jahre sollten vergehen, ehe Westerbrak wieder aus dem Dunkel der Vergangenheit auftaucht. Es ist die Zeit der zahlreichen Territorialherrschaften. In einem Lehnsregister der Grafen von Everstein von 135o (Staatl. Archiv Hannover) wird ein Heinrich von Stelze genannt, der mit zwei Hufen Land in Westerbrak belehnt war. Aber bereits 1388 findet sich die nächste Erwähnung in einem Lehnsbuch der Grafen von Homburg (Staatl. Archiv Wolfenbüttel).

Die Eintragung lautet: (aus dem Niederdeutschen ins Hochdeutsche übertragen): "Westerbrak liegt in der Niederen Börde. Kegeler bewirtschaftet einen Hof mit drei Hufen Land, der ist die Leibzucht der Frau Alberts von Halle, vorher Rolands Gut, früher Heinrich von Braks Gut."

Die Herren von Brak und Halle gehörten zum niederen Adel der Niederen Börde und waren Lehnsträger der Homburger. Das Lehnswesen des Mittelalters bietet dem Laien ein verwirrendes Bild (Lehen-Nutznießung eines Hofes, von Ländereien oder dergleichen als Dank für erwiesene Dienste), das nur im Zusammenhang mit der Zersplitterung in zahlreiche kleinere Herrschaften zu verstehen ist.