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Heft 02: Kapitel 5
Versuch einer Namensdeutung


Eine Dokumentation von Herrn Hans Hölscher 


Vor der Einführung des Christentums lag die Ansiedlung im germanischen Gau Thilithi; danach gehörte sie zum Bann Ohsen (Kirchohsen a.d. Weser) des Bistums Minden.

Die Endung "brak" des Ortsnamens läßt mehrere Deutungen zu. Sie kann von Bruch (Sumpf, Moor), von braken (Holz, Uald) oder von Brache (brachliegendes Land) abgeleitet uerden. Wahrscheinlich ist die Deutung, daß es sich um eine Waldrodung handelt.

Das Lennetal war im Gegensatz zur benachbarten Ithbörde wenig siedlungsfreundlich. Es lag aber am Rande eines Jagdbannes, den Kaiser Konrad II. ebenfalls 1o33 nur acht Tage später dem Bischof von Minden schenkte. Dieses Jagdgebiet, das einen großen Teil des Voglers umfaßte, mag der Anlaß für eine Ansiedlung in dieser doch unwirtlichen Gegend gewesen sein.